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»… und finde den Namen sehr angemessen«, sagte der König in Heringsdorf
von der Heringspackerei zum Seebad : eine erfolgreiche Spurensuche,

Karin Buchholz (Autorin) und Brigitte Fürhoff, 2024, Geschichtsverein der Kaiserbäder Ahlbeck-Heringsdorf-Bansin e.V., [Seebad Heringsdorf] Swinemünde 2024, ISBN 978-3-W079315-8, 15€, Zur Zeit nur im örtlichen Buchhandel Oder über die Autorinnen zu beziehen

Rezension von Thomas (V-161): Das Buch hält manche Überraschung bereit. Nicht nur, dass über 30 Bülows erwähnt oder ausführlich biographisch dargestellt werden. Es ist auch ein Bild einer Zeit, in der Preussen ein armes Entwicklungsland in Europa war und schwer an den Hardenbergschen Reformen trug. Unternehmerischer Geist hatte viele Gestaltungsmöglichkeiten, natürlich nur mit Zustimmung und unter Kontrolle des Königs. Wurde das nicht genutzt drohten aber auch aufgrund der schlecht entwickelten Landwirtschaft schnell auch die Insolvenz. Obwohl es um die Gründung eines kleinen Dorfes Heringsdorf ist für die Ausbeutung der Heringschwärme in der nahen Ostsee geht, ist aufgrund der attraktiven landschaftlichen schönen Lage sind die Bülowschen Besitzer überzeugt, dass an der Ostseeküste Platz für eine weiteres Strandbad.

Interessant ist auch die Biographie von Carl Zander, verwandtschaftlich mit Bülows verbunden, der als investigativer Journalist und Zeitungsverleger durchaus auch den  liderlichen Richard Wagner aus München vertrieb. Solche Surprisen lenken ein wenig davon ab, dass es gilt die Legenden um die Werdung und Namensgebung die wirklichen, mit Quellen belegten Namensfindung zu erklären. Gelungen ist es allemal.

  • Beschreibung des Wirtschaftsraum Vorpommern vor 200 Jahren
  • Entwicklung von der Selbstversorgung zu einfachen industriellen Allgemeinversorgen

Kritik aus der Zeitschrift Pommern 1/2025:
Im Jahre 2020 war es 200 Jahre her, dass die Fischerkolonie der Brüder von Bülow am Strand zwischen Ahlbeck und Neukrug den Namen Heringsdorf erhielt. Aus diesem Anlass plante die Gemeinde ein feierliches Gedenken. DieCorona• Pandemie verei• telte dieses Vorhaben, nicht jedoch das der Historikerin Karin Buchholz und ihrer Mitstreiterin Brigitte Fürhoff, der Frage auf den Grund zu gehen, inwieweit die Legende um die Namensgebung den Tatsachen entspricht.
Danach soll Kronprinz Friedrich Wilhelm (ab 1840König Friedrich WilhelmIV.) 1820 bei einem Besuch mit seinem Vater Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Namen aus einer Laune heraus vorgeschlagen haben. Die Autorinnen fragten nach einer authentischen Quelle.
Es war keine bekannt, sie erhielten stets die Antwort:
„Das steht doch überall geschrieben: Da mit konnten sie sich nicht zufrieden geben. Ihre Suche begann und sie wurden tatsächlich fündig. So können sie statt einer Legende ein sich tatsächlich zugetrage• nes Geschehen in dem kürzlich erschiene-
nen Buch schildern.
Umfangreiche Unterlagen standen ihnen zur Verfügung, unter anderem die Akten mit dem Brief Georg Bernhard von Bülows, mit dem er für seine Fischerkolonie den Namen Heringsdorf bei den Behörden beantragte. Weitere ließen sie zudem in Familiengeschichten schauen, Einzelschicksale verfolgen und
neue Sachzusammenhänge erkennen.
Dieses Wissen wollten sie nicht für sich behalten und haben sich deshalb entschieden, über mehr als nur die Umstände der Namensgebung Heringsdorfs zu berichten. Neben Abhandlungen über agierende Persönlichkeiten wie den damaligen Oberpräsidenten der Provinz Pommern Johann August Sack sowie die Brüder von Bülow und ihre Nachfahren berichten die Autorinnen auch Über die Geschichte des Gutes Mellenthin und widerlegen die Be-
hauptung, der Besitzer habe seinem Gut Eden Rücken kehren“ müssen.
Ausführliche Anmerkungen, in denen sich auch unter anderem der Text des Amtsblattes findet, mit dem die Versteigerung des Gutes Mellenthin angekündigt wird, runden das Buch ab.



„Geschwister von Bülow mit Hund“ gemalt von Heinrich Pommerencke um 1858 Schwerin, das vom Auktionshaus Neumeister am 29. März Auktion 408 Kat. Nr. 82 , Schätzpreis Euro 2.500-2.800 online versteigert wird. Weitere Informationen


Es gibt 14 Gründe das Buch Vierzehn goldene Kugeln zu lesen

  1. Kompakt die Familiengeschichte kennenlernen.
  2. Mit den Kindern entdecken, wo wir herkommen.
  3. Die Nicht-Bülow Verwandtschaft weiterbilden.
  4. Andere Bülow-Linien besser kennenlernen.
  5. Ansätze für die eigene Familienforschung finden.
  6. »Auch mit den entferntesten und ältesten seiner Vorfahren eine Art Bekanntschaft machen…« hieß es schon im ersten Bülowschen Familienbuch von 1780 und das gilt noch immer.
  7. Heraldik und Wappengeschichte entdecken.
  8. Reiseideen zu Bülow-Orten sammeln.
  9. Endlich die »Wo stammt denn Ihre Familie her?«-Frage beantworten können.
  10. Ein wunderschönes Coffeetable-Book erwerben.
  11. Von den guten alten Zeiten träumen.
  12. Erfahren, wo in Mecklenburg alles anfing.
  13. Eine Anregung für historisch interessierte Freunde bekommen.
  14. Das Super-Weihnachtsgeschenk für 2015 finden.